06.01.2026

Antrag „Infrastrukturelle Ausbaumaßnahmen entlang der L286 in Kürten“ für die Sitzung des Ausschusses „Infrastruktur und Klima“ am 21. Januar 2026

 

 

Sehr geehrter Herr Bredow,
den beigefügten Antrag bitten wir auf die Tagesordnung des Ausschusses „Infrastruktur und Klima“ am 21. Januar 2026 zu setzen.

Antrag 1 „Erstellung eines Radweges von Kürten nach Waldmühle“

  1. Planung und Erstellung eines Radweges nach RStO entlang der L286 Wipperfürther Str. im Bereich Kürten, Kreuzung Bergstraße (Sportplatz) bis Waldmühle, Einmündung Hachenberger Weg im Zusammenhang mit der geplanten Straßensanierung. Der öffentliche Straßenraum soll zugunsten der aktiven Mobilitätsarten zu Fuß und mit dem Fahrrad neu aufgeteilt werden.
  2. Zu prüfen ist, wie eine sichere Überquerung zur Grundschule bzw. zum Schulzentrum / Multifunktionshalle sicher zu gestalten ist. Eine Umleitung über die Bergstraße oder Fußgängerampel Waldmühle auf der L286 ist sicherlich nicht erstrebenswert. Die Barrierefreiheit für die Verkehrsteilnehmer hat hierbei eine hohe Priorität.
  3. Die Planung ist unter Berücksichtigung möglicher Förderungen (GVFG) vorzulegen.

 

 

Begründung:

Die Straßensanierung wurde bereits für 2024 zur Ausführung gestellt, ist aber aufgrund vorheriger notwendiger Abwasserkanalsanierung zurückgestellt worden. Bei der zuvor vorgenommenen Sanierung der L286 von Waldmühle nach Eichhof wurde unter der Angabe von des notwendigen Planungsvorlaufs nur eine kleine Variante als Misch-Weg für Fußgänger und Radfahrer durchgeführt. Was nur eingeschränkt zufriedenstellend ist. Anfang 2025 wurde beim Bürgermeister Heider darauf hingewiesen, dass für die Planung zu dem jetzt beantragten Radweg genügend Vorlaufzeit vorhanden ist und notwendige Maßnahmen eingeleitet werden sollen.

In dem Bereich liegen unmittelbar die Zuwege zur Grundschule, der Gesamtschule und der Multifunktionshalle, sowie Bushaltestellen für den Schülerverkehr. Hier ist eine Gemeinschaftsnutzung auf einem Weg mit Fußläufigen Verkehr und gleichzeitigen Radverkehr nicht sicher möglich. Bei der Modernisierung der Schule und der Multifunktionshalle soll die Erreichbarkeit für alle Verkehrsteilnehmer, mit einer modernen Infrastruktur ermöglicht werden.

Aufgrund von ineinandergreifenden Maßnahmen von Straßensanierung, neue Multifunktionshalle und Schulsanierung (neue Brücke zur Schule) ist jetzt der richtige Zeitpunkt hier ein Gemeinschaftliches Konzept mit Fuß und getrennten Radwegegen einzuarbeiten

Bevor der letzte Teilabschnitt zur Ausführung kommt, sollten hierzu alle Belange geklärt sein. Wie ist der aktuelle Stand zur Radwegplanung im Bereich Kürten, Kreuzung Bergstraße (Sportplatz) bis Waldmühle, Einmündung Hachenberger Weg?

Nach FaNaG sollte Straßen NRW bei einer Sanierung, die Ausbauplanung für die Anlage eines Radweges bereits in Angriff genommen haben. Hierbei sind insbesondere die nach §16 Abs. 4 des FaNaG notwendigen Prüfungen zu Maßnahmen einzuleiten.

Die Richtlinie zur Förderung des kommunalen Straßenbaus (FöRi-kom-Stra) schließt Maßnahmen zur Verbesserung von Rad- und Gehwegen im Zusammenhang mit dem Neu-, Aus- und Umbau verkehrswichtiger Straßen ein. Der Regelfördersatz beträgt 70 % und schließt Rad- und Gehwegmaßnahmen ein.

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Antrag 2 „Planung einer Radwegeinfrastruktur im Ortskern Kürten“
Planung der Radweginfrastruktur im Ortskern Kürten von der Zufahrt Schulzentrum (Busspur) über die Wipperfürther Str. und Nebenstraßen bis zum Kreisverkehr Wipperfürther Str. 400 und weiter zum neuen Supermarkt. Die Barrierefreiheit ist auch hierbei zu beachten.

Begründung:
Im Zuge der noch fehlenden Straßensanierung auf der L286 müssen Planungen von Radwegen und deren Erreichbarkeit über die Nebenstraßen, Bergstraße, Olpener Str. eingeplant werden. Mit der ISEK-Planung im Ortskern sollen auch Radwegeplanungen für den Ortskern vorgenommen werden. Es gibt akute Bebauungspläne entlang der L286 im Ortskern, die neuen Betrachtungen im Ortskern erfordern. Daher ist ein durchgängiges Konzept für Fuß- und Radwege mit Berücksichtigung der Barrierefreiheit erforderlich.

 

Antrag 3 „Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur durch einen Kreisverkehr im Ortskern Kürten
Prüfung des Kreuzungsbereich, Wipperfürther Straße / Berg Str./ Olpener Str. zur Umgestaltung in einen Kreisverkehr zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer im Kreuzungsbereich. Erstellung einer Ausführungsplanung. Aufstellung von vor und Nachteilen zur Verkehrssicherheit, Querungen, Verkehrsberuhigung und Lärmschutz mit Berücksichtigung der Barrierefreiheit.

Begründung:
Mit den zuvor genannten Maßnahmen 1 und 2 kann durch die Umgestaltung der Kreuzung in einen Kreisverkehr die Barrierefreiheit verbessert und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer erhöht werden. Wir können damit für Menschen mit Beeinträchtigungen Erleichterungen im Straßenverkehr ermöglichen und Schülern einen sicheren Schulwerg aufzeigen, sowie das Unfallrisiko für Auto und Radfahrer auf der Kreuzung verringern. Zusätzlich würde eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit auf der Wipperfürther Str. vermindert und die Lärmemission gesenkt. Es entstehen Analogien zu den Maßnahmen 1 und 2. Kürten kann Fahrt in eine moderne Verkehrsinfrastruktur aufnehmen und sich zukunftsorientiert präsentieren. Die Attraktivität im Ortskern wird erhöht, was auch zur geplanten Erweiterung bei der Nahversorgung eine Aufwertung mitbringt.

Weiter ist es zu begrüßen, analoge Maßnahmen für andere Ortsteile in Kürten zu betrachten.

 

Michele Monreal                         Henning Backhaus                Andre Voigt

Fraktionsvorsitzende                  Ratsmitglied                           SB im IKA